Grundsätzlich ist die Angst vor Wölfen nicht begründet. Zum einen gehört der Mensch nicht in das Beuteschema des Wolfs, zum anderen ist er von Natur aus scheu und meidet den Menschen. Einen Wolf zu Gesicht zu bekommen ist eine besondere Begegnung.
Aggressiv reagiert der Wolf nur bei Tollwut oder Provokation. Da Deutschland seit 2008 offiziell tollwutfrei ist, kann die Sorge auch diesbezüglich gemildert werden. Man sollte allerdings wissen, dass sich der Wolf aufgrund seiner Intelligenz an seine Umgebung anpassen und an den Menschen gewöhnen kann. Daher sollte man ihn nicht füttern, um eine Habituierung zu vermeiden.

Wölfe sind Wildtiere und sollten auch so behandelt werden. Aufgrund ihrer besonders guten Sinne bemerken sie den Menschen frühzeitig und suchen das Weite. So lässt es sich auch erklären, dass Wölfe über Jahre nicht bemerkt werden. So wurde der im Westerwald erschossene Wolf über ein Jahr zuvor bei Gießen von einem Pkw angefahren, zwischenzeitlich allerdings nirgends gesichtet.

Sollten Sie dennoch mal einem Wolf begegnen beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Ruhig verhalten und stehen bleiben.

  • Nicht auf den Wolf zugehen.

  • Um den Abstand zu vergrößern können Sie sich langsam zurückziehen.

  • Im Normalfall zieht sich der Wolf von selbst zurück, falls nicht machen Sie sich durch, z.B. Rufe, starkes Gestikulieren und Klatschen, bemerkbar.

  • Hundehalter sollten in Wolfsgebieten ihren Hund an der Leine halten. Bei einem Zusammentreffen mit dem Wolf die Leine möglichst kurz halten.

  • Wenn Sie einen Wolf gesehen haben, bitte melden Sie die Sichtung mit möglichst genauer Ortsangabe.

  • Für Jogger, Pilzesammler, Kletterer, Mountain-Biker gilt dasselbe!